Stichproben

Um die Vergleichbarkeit der Schulleistungen zwischen den Ländern zu gewährleisten, ist es von zentraler Bedeutung, vergleichbare Stichproben zu erstellen. Aufgrund der unterschiedlichen Strukturen der Bildungssysteme in den teilnehmenden Ländern können die Zielpopulationen für die Stichproben nicht durch eine bestimmte Klassenstufe definiert werden. Damit trotzdem valide Vergleiche zwischen den Ländern möglich sind, werden Schülerinnen und Schüler einer bestimmten Altersstufe getestet.

PISA wählt als Zielpopulation die Schülerinnen und Schüler, die zum Zeitpunkt der Erhebung im Alter von 15 Jahren und 3 Monaten bis zu 16 Jahren und 2 Monaten sind. Aufgrund der Wahl dieser Altersgruppe lassen sich die Schulleistungen von Schülerinnen und Schülern kurz vor Ende der obligatorischen Schulzeit international und im Zeitverlauf vergleichen.

Für die Erhebung 2009 werden in der Schweiz die Schülerinnen und Schüler mit Jahrgang 1993 der folgenden Bildungsinstitutionen einbezogen:

  • Schulen des 7., 8., 9. und 10. Schuljahrs der Sekundarstufe I;

  • allgemeinbildende Schulen der Sekundarstufe II wie Gymnasien und Fachmittelschulen;

  • Berufsfachschulen der Sekundarstufe II.

Internationale bzw. nationale Stichprobe

Für den internationalen Schulleistungsvergleich wählt jedes Land mindestens 4‘500 Schülerinnen und Schüler aus mindestens 150 Schulen. Die Stichproben sind repräsentativ und die Daten werden auf die Anzahl der 15-jährigen Schülerinnen und Schüler nachgewichtet.

Die Stichprobenziehung erfolgt in einem zweistufigen Verfahren. In einem ersten Schritt werden die Schulen proportional zu ihrer Grösse, das heisst zur Anzahl 15-Jähriger, gezogen. In einem zweiten Schritt werden innerhalb der gezogenen Schulen die Schülerinnen und Schüler ebenfalls nach dem Zufallsprinzip ausgewählt.

Regionale und kantonale Zusatzstichproben

Wie bereits in den vorangehenden Erhebungen wird in der Schweiz auch bei PISA 2009 die Option genutzt, die international vorgegebene nationale Stichprobe um regionale Zusatzstichproben zu erweitern. Zusätzlich zu den 15-Jährigen werden in der Schweiz Stichproben von Schülerinnen und Schülern der neunten Klassen gezogen. Da viele 15-Jährige in der neunten Klasse sind, überschneiden sich die beiden Stichproben.

Die Ziehung der Zusatzstichproben aus den neunten Klassen ermöglicht Schulleistungsvergleiche zwischen den drei Sprachregionen der Schweiz am Ende der obligatorischen Schulzeit, da so für jede Sprachregion genügend Schülerinnen und Schüler gezogen werden. Die Zusatzstichprobe hat gegenüber der über das Alter gebildeten Stichprobe weiter den Vorteil, die Schulleistungen in Abhängigkeit von Merkmalen des Bildungssystems beschreiben zu können. Die einzelnen Kantone haben zudem die Möglichkeit, die Anzahl Schülerinnen und Schüler ihrer Zusatzstichprobe zu erhöhen, um eigene Vergleiche und Analysen durchführen zu können.

Sämtliche französischsprachige Kantone und Teilkantone (Bern, Wallis, Fribourg) der Schweiz sowie die Kantone Aargau, Appenzell A. Rh., Bern (deutschsprachiger Teil), Schaffhausen, St.Gallen, Wallis (deutschsprachiger Teil), Zürich und das Tessin haben sich für eine kantonale Zusatzstichprobe entschieden. Das Total der Gesamtstichprobe für die Erhebung 2009 ist noch nicht im Detail bekannt. 2006 waren es rund 500 Schulen mit einem Total von rund 25‘000 Schülerinnen und Schülern der internationalen, regionalen und kantonalen Stichproben.

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