PISA

PISA ist eine international vergleichende Schulleistungsstudie, welche im Auftrag der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) durchgeführt wird und die Fähigkeiten von 15-Jährigen erfasst. Die Erhebung PISA wird im Drei-Jahres-Rhythmus durchgeführt. Ziel der Erhebung ist es, den verschiedenen Beteiligten (politische Entscheidungsträger, Schulbehörden, Lehrerinnen und Lehrer, Eltern, Schülerinnen und Schüler) Vergleichsdaten zu liefern, die es ermöglichen, den Kenntnis- und Fähigkeitsstand der Schülerinnen und Schüler im Hinblick auf die Anforderungen der heutigen Gesellschaft einzuschätzen.

Internationale Zielvorgaben

Internationale Zielvorgaben: Das Ziel des PISA-Programms besteht darin, den teilnehmenden OECD-Mitgliedsländern und Partnerländern Auskunft über die Leistungen der 15-jährigen Jugendlichen in Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften zu geben. Der erste Erhebungszyklus umfasste drei Erhebungen, die in den Jahren 2000, 2003 und 2006 stattfanden. Der zweite Zyklus hat mit PISA 2009 begonnen. Zurzeit finden die Vorbereitungen für die PISA-Erhebung 2012 statt.

Die Ergebnisse der PISA-Erhebungen dienen vorrangig der Bildung von drei Indikatoren:

  • Leistungsindikatoren in den drei geprüften Wissensgebieten;

  • Kontextindikatoren (Die Leistungen werden zu den Merkmalen des Bildungssystems, der Schulen und der Schülerinnen und Schüler in Beziehung gesetzt);

  • Trendindikatoren (Entwicklung der Leistungs- und Kontextindikatoren im Laufe der Zeit).

Nationale Zielvorgaben

In der Schweiz ist PISA ein gemeinsames Projekt von Bund und Kantonen. Der Bund ist durch das Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT) und das Staatssekretariat für Bildung und Forschung (SBF) vertreten. Die Kantone sind durch die Schweizerische Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) vertreten. Ziel ist die Erstellung von Vergleichsdaten am Ende der obligatorischen Schulzeit. Die Schweiz hat daher bei der ersten PISA-Erhebung im Jahr 2000 entschieden, Stichproben von Schülerinnen und Schülern der 9. Klassen in den drei Sprachregionen (deutsch, französisch, italienisch) zu testen. Die Kantone haben die Möglichkeit, die Stichprobe der zu testenden Schülerinnen und Schüler in den 9. Klassen zu erhöhen, um eigene Vergleiche und Analysen durchführen zu können. Diese Möglichkeit wurde bei PISA 2009 von allen französischsprachigen Kantonen (bzw. Teilen davon) und mehreren deutschsprachigen Kantonen in Anspruch genommen. Auch das Tessin verfügt über eine repräsentative Stichprobe.

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